

Gerade noch habe ich auf das neue Jahr angestoßen – und plötzlich sitze ich hier und schreibe meinen Jahresrückblick 2025. Geht dir das auch so? Kaum hat man „Frohes neues Jahr“ gesagt, scheint die Zeit auf einmal schneller zu laufen. Monate vergehen, Termine reihen sich aneinander, und ehe man sich versieht, steht man wieder am Ende des Jahres und fragt sich, wo all die Zeit geblieben ist. Für mich war 2025 kein Jahr, das man einfach abhakt. Es war ein Jahr, das Spuren hinterlassen hat. Ein Jahr voller intensiver Begegnungen, bewegender Momente in meiner Arbeit als Hundefotografin – und ein Jahr, das mich persönlich tief geprägt hat.

Wie Arjen sind viele mit frischem Elan, großen Plänen und viel Vorfreude in das neue Jahr gestartet.
Ein Jahr voller Hundegeschichten
Beruflich durfte ich 2025 viele wundervolle Hundeshootings begleiten. Jeder einzelne Hund brachte seine ganz eigene Geschichte mit, seine Persönlichkeit, seine kleinen Eigenheiten. Genau das liebe ich an der Hundefotografie: kein Shooting gleicht dem anderen, kein Hund ist wie der nächste. Ich habe Hunde fotografiert, die gerade erst Teil einer Familie geworden sind. Hunde, die schon viele Jahre treue Begleiter sind. Hunde aus dem Tierschutz, Senioren mit grauen Schnauzen und junge Wildfänge voller Energie. Und hinter jedem Hund standen Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben – oft mit sehr viel Herz. Besonders berührt haben mich in diesem Jahr die vielen dankbaren Rückmeldungen. Nachrichten, in denen mir geschrieben wurde, wie wertvoll diese Bilder sind. Wie sehr sie an Bedeutung gewinnen, wenn man merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Diese Dankbarkeit ist es, die mich trägt und mir immer wieder zeigt, warum Erinnerungen so wichtig sind.

So viel Liebe für Georgie, der auch in diesem Jahr seine Reise über die Regenbogenbrücke angetreten hat.
Fotografie als Herzensarbeit
2025 hat mir noch einmal sehr deutlich gemacht, dass meine Arbeit mehr ist als nur Fotografieren. Es geht nicht um perfekte Posen oder schnelle Ergebnisse. Es geht um Verbindung. Um Geduld. Um den richtigen Moment. Viele Shootings waren ruhig, entschleunigt, fast schon meditativ. Genau das spiegelt auch meine Art der Fotografie wider – und vielleicht war es genau das, was dieses Jahr gebraucht hat. Die gemeinsame Bildauswahl, das bewusste Wahrnehmen der entstandenen Erinnerungen, das Innehalten – all das wurde für mich immer wichtiger. Gerade in einer Zeit, in der alles schnelllebig ist, sind diese Momente unbezahlbar.

Den Blick auf das Wesentliche nicht verlieren.
Der Abschied, der alles verändert hat
Und dann kam der Juni 2025. Ende Juni musste ich meine geliebte Hündin Keksi gehen lassen. Ein Satz, der sich auch Monate später noch schwer anfühlt. Keksi war nicht nur mein Hund. Sie war meine tägliche Begleiterin, mein Ruhepol, meine Co-Therapeutin und mein Herz auf vier Pfoten. Ihr Abschied hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Plötzlich war da eine Stille, die kaum auszuhalten war. Nach ihrem Tod war ich mir lange nicht sicher, ob ich meine Fotografie so weitermachen kann. Ob ich es schaffe, andere Hunde zu fotografieren, ohne dass es schmerzt. Ob mein Herz dafür überhaupt bereit ist. Es hat lange gedauert, bis ich wieder zur Kamera greifen konnte – und noch länger, bis ich das Gefühl hatte, wieder wirklich da zu sein.

Genau so behalte ich meine Keksi in meinem Herzen!
Zweifel, Trauer und leise Schritte nach vorn
2025 hat mir gezeigt, dass Trauer kein gerader Weg ist. Sie kommt in Wellen, manchmal leise, manchmal überwältigend. Ich habe gelernt, mir Zeit zu geben. Stillzustehen. Nicht zu funktionieren, sondern zu fühlen. Die Fotografie wurde in dieser Zeit zu etwas Neuem. Sie war nicht mehr nur Beruf, sondern Teil meines eigenen Heilungsprozesses. Mit jedem Shooting, jeder Begegnung, jedem Hund kam langsam ein Stück Vertrauen zurück. Nicht, weil der Schmerz verschwunden ist – sondern weil er seinen Platz gefunden hat. Keksi begleitet mich weiterhin. In meiner Art, Hunde zu sehen. In meinem Blick für kleine Gesten. In dem Wunsch, Erinnerungen zu schaffen, die bleiben.

Danke
Dankbarkeit am Ende des Jahres
Wenn ich heute auf meinen persönlichen Jahresrückblick 2025 schaue, dann sehe ich kein leichtes Jahr. Aber ein ehrliches. Ein Jahr voller Erinnerungen, Begegnungen und Wachstum. Voller Dankbarkeit für all die Hunde und Menschen, die Teil dieses Weges waren. Und voller Demut gegenüber dem Leben, das manchmal andere Pläne hat als wir selbst. Ich gehe aus diesem Jahr mit einem schweren, aber auch sehr vollen Herzen. Mit der Gewissheit, dass Abschiede genauso zum Leben gehören wie Neuanfänge. Und dass jede Erinnerung zählt – besonders die, die wir bewusst festhalten.
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