

Keksi…
Ein Jahr ohne dich.
Und ich merke heute mehr denn je: Zeit heilt nichts – sie verändert nur.
Am Anfang war es ein Schmerz, der alles ausgefüllt hat. Jetzt ist er leiser geworden – aber nicht weniger. Er hat nur seine Form verändert. Manchmal trifft er mich ganz plötzlich, mitten im Alltag, ohne Vorwarnung. Und manchmal ist er einfach da, wie eine stille Begleitung, die nie wirklich geht. Ich habe gelernt zu funktionieren, weiterzugehen, Tage zu leben, die sich wieder normal anfühlen. Und trotzdem gibt es diesen einen Platz in mir, der sich nicht verändert hat. Der immer noch dort steht, wo du gegangen bist.
Heute wie auch vor einem Jahr werden wir an den See gehen. Wir haben dich in deinen Wagen gesetzt, weil du so schwach warst, und sind mit dir an die Stelle gefahren, an der wir beide so oft gewesen sind. Dort, wo es uns gut ging. Du hast den See so sehr geliebt – und genau deshalb wird heute ein Teil von dir für immer an diesem Ort bleiben.

Ein letztes Mal mit ihrer Familie an ihrem Lieblingsort.

Ein letztes Mal mit ihren kleinen Pfötchen im Wasser…
Es tut bis heute so unendlich weh. Und es gibt immer noch viele Momente, in denen mir das Herz schwer wird und alles für einen Augenblick stillsteht. Trotzdem versuche ich, nach vorne zu schauen und im Hier und Jetzt zu leben. Du hast mir genau das beigebracht – nicht nur zurückzublicken, sondern den Moment zu sehen, der gerade da ist.

Unser letzter gemeinsamer Ausflug zum See…
Ich weiß, du wärst nicht glücklich darüber, mich so zu sehen. Und trotzdem fällt es mir auch jetzt, ein Jahr später, unglaublich schwer, diese Zeilen zu schreiben.
Ein Jahr ist eine so lange Zeit. Und doch fühlt es sich an, als wäre gleichzeitig so viel passiert – und doch auch wieder nichts. Du bist nicht mehr hier. Und ich vermisse dich noch immer jede einzelne Sekunde. Kein Tag vergeht, an dem ich nicht an dich denke. Vielleicht ist genau das das Schwerste an diesem Jahr gewesen: zu lernen, dass du nicht mehr neben mir läufst – und trotzdem immer da bist.
Manchmal in Gedanken. Manchmal in einem Bild, das plötzlich auftaucht. Manchmal einfach nur in diesem Gefühl, dass da jemand fehlt, der eigentlich immer dazugehört hat.

Genauso behalte ich sie im Herzen.
Ich glaube nicht, dass ich dich loslasse. Ich glaube eher, ich lerne gerade, dich anders zu halten. Nicht mehr mit den Händen. Sondern irgendwo dazwischen – in mir. Und auch wenn es weh tut, dich nicht mehr hier zu haben… du hast einen Teil von mir geprägt, der bleibt.
Für immer!
Vielleicht ist Liebe genau das: nicht nur das gemeinsame Leben. Sondern das Weitertragen danach.

Gemeinsam die Welt entdecken, dass haben wir beide am Liebsten getan.
Für immer in meinen Herzen
Mein Püppilienchen
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