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21. September 2026

Ein Sonnenaufgang mit vielen schwarzen Punkten und einer verliebten Hundemama

Es gibt etwas, das ich in meinen Shootings immer wieder beobachte. Diese unglaubliche Verbundenheit zwischen Mensch und Hund. Diese Blicke,  Berührungen und Momente, in denen man eigentlich gar nichts sagen muss, weil beide einfach wissen, was der andere gerade braucht. Und genau diese Liebe für immer festzuhalten, ist für mich längst mehr als nur mein Beruf. Es ist meine Berufung.

So durfte ich auch an einem lauen Sommermorgen wieder eine ganz besondere Hundefamilie begleiten – mit drei wunderschönen Mädels, ganz vielen schwarzen Punkten und einer Hundemama, die ihre drei Vierbeiner einfach über alles liebt.

Drei Mädels. Ein kleines Rudel. Ganz viel Liebe.

Schwarze Punkte im ersten Morgenlicht.

Der Wecker klingelte früh. Sehr früh. Denn wer im Sommer einen Sonnenaufgang fotografieren möchte, muss sich darauf einstellen, dass die Sonne nicht unbedingt auf uns wartet. Bereits um 5 Uhr morgens traf ich mich mit Assja und ihren drei Mädels an einem See in der Umgebung von Leipzig. Unser Ziel: das warme, weiche Licht des Sonnenaufgangs und ganz viel Zeit für natürliche, ungestellte Bilder. Und was soll ich sagen? Die frühe Uhrzeit schien niemandem etwas auszumachen. Assja und ihre drei Mädels waren bestens gelaunt und freuten sich offensichtlich mindestens genauso sehr wie ich auf unseren gemeinsamen Morgen. Dabei waren die vier für mich keine Unbekannten. Ich durfte sie bereits vor etwa zwei Jahren bei einem Shooting begleiten. Deshalb wusste ich schon ein bisschen, was mich erwartete – und gleichzeitig war ich gespannt darauf zu sehen, wie sich ihr kleines Rudel inzwischen entwickelt hatte.

Elfie und Edina. Schwarze Punkte im ersten Morgenlicht.

So sieht pure Lebensfreude aus.

Drei Mädels, ganz viele schwarze Punkte

Mit dabei waren Edina und ihre Tochter Elfie, zwei wunderschöne Dalmatiner-Mädels, sowie Hope, Assjas Tierschutzhündin. Drei völlig unterschiedliche Charaktere und trotzdem ein kleines Rudel, das wunderbar miteinander funktioniert. Genau solche Konstellationen liebe ich bei der Hundefotografie. Denn natürlich könnte ich einfach versuchen, drei Hunde nebeneinander zu setzen und ihnen zu sagen: „So, jetzt bitte alle schön in die Kamera schauen.“ Aber ehrlich gesagt wäre das überhaupt nicht das, was ich fotografieren möchte. Mich interessiert vielmehr, wie Hunde miteinander sind.

Wer läuft vorneweg?
Wer orientiert sich an wem?
Wer fordert wen zum Rennen auf?
Wer braucht ein bisschen mehr Abstand?
Und wer ist eigentlich immer mittendrin?

Diese kleinen Dynamiken erzählen so viel über ein Rudel.

Fliegende Ohren, nasse Pfoten, pures Glück.

Pfoten hoch und los!

Erst einmal: Rennen, Flitzen und den See genießen

Kaum waren wir am Wasser angekommen, war auch schon klar: Der See lädt definitiv zum Rennen ein. Und natürlich ließen sich die drei Mädels diese Gelegenheit nicht entgehen. Also hieß es erst einmal: laufen lassen! Für mich sind solche Situationen Gold wert. Denn genau dabei entstehen oft die Bilder, die später zu meinen absoluten Lieblingsaufnahmen gehören. Keine einstudierte Bewegung, kein „Sitz und bleib“, kein perfekt geplantes Motiv. Einfach drei Hunde, die Spaß haben. Ich musste eigentlich nur noch den richtigen Moment erwischen.

Wenn die Ohren fliegen, ist alles richtig.

Manchmal muss Liebe einfach nicht erklärt werden.

Die schönsten Bilder entstehen oft ganz nebenbei

Das ist wahrscheinlich eines der größten Missverständnisse rund um ein professionelles Hundeshooting:
Man braucht nicht ständig eine perfekte Pose. Ganz im Gegenteil. Meine liebsten Bilder entstehen oft genau dann, wenn niemand darüber nachdenkt, fotografiert zu werden. Wenn ein Hund plötzlich losrennt. Wenn zwei Hunde miteinander interagieren. Wenn die Ohren beim Rennen durch die Luft fliegen. Wenn Assja ihre Mädels anschaut und man in ihrem Gesicht sofort erkennen kann, wie viel sie ihr bedeuten. Das sind die Momente, die für mich eine Shootinggeschichte erzählen.
Natürlich dürfen zwischendurch auch einmal ein paar ruhigere Posen entstehen. Aber auch dabei schaue ich immer auf den jeweiligen Hund. Denn jeder Hund ist anders.

Drei Charaktere. Eine ganz besondere Verbindung.

Ein Spot kann für ein ganzes Shooting reichen

Was ich an diesem Morgen wieder einmal besonders schön fand: Wir verbrachten ziemlich viel Zeit an einem einzigen Spot. Und trotzdem entstanden unglaublich viele unterschiedliche Bilder. Das ist auch etwas, das ich meinen Kunden immer wieder gern mitgebe: Ein Hundeshooting braucht nicht zwingend einen zweistündigen Spaziergang mit zehn verschiedenen Locations. Viel wichtiger ist, dass wir uns Zeit nehmen. Gerade wenn man nicht ständig den Ort wechseln muss, können Hund und Mensch viel entspannter werden. Und genau diese Entspannung sieht man später auch auf den Bildern.

Für genau diese Momente liebe ich meine Arbeit.

Eine verliebte Hundemama und drei ganz besondere Mädels

Während ich Edina, Elfie und Hope beobachtete, wurde eines wieder ganz deutlich: Assja ist nicht einfach „Besitzerin“ von drei Hunden. Sie ist Hundemama. Und diese Liebe war an diesem Morgen überall spürbar. In ihren Blicken. In den kleinen Berührungen. In der Art, wie sie ihre drei Mädels beobachtet. Und in dieser Selbstverständlichkeit, mit der die vier miteinander umgehen. Genau deshalb liebe ich meine Arbeit als Hundefotografin so sehr. Ich fotografiere nicht einfach Hunde. Ich fotografiere Beziehungen. Freundschaften. Vertrauen. Gemeinsame Abenteuer. Und diese ganz besondere Liebe, die man manchmal kaum in Worte fassen kann.

Erinnerungen, die für immer bleiben dürfen.

Erinnerungen, die bleiben

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich Sonnenaufgangsshootings so liebe. Wenn der See noch ruhig ist, die Welt langsam erwacht und das erste warme Licht über das Wasser fällt, fühlt sich alles ein bisschen besonderer an. Und irgendwo zwischen Rennen, Lachen, nassen Pfoten und ganz viel schwarzem Tupfen entstehen dann Bilder, die später einmal viel mehr sein werden als einfach nur schöne Fotos. Sie werden Erinnerungen sein. An Edina, Elfie und Hope. An diesen besonderen Morgen. An drei ganz unterschiedliche Hunde, die gemeinsam ihr kleines Rudel bilden. Und an eine Hundemama, die ihre drei Mädels so unglaublich liebt.

Genau solche Geschichten möchte ich mit meiner Hundefotografie festhalten.

Nicht perfekt. Nicht gestellt. Sondern echt.

 

 

 

 

Über die Autorin:

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Stefanie Kappe

Stefanie Kappe ist Hundefotografin und Hundemama im Herzen. Ihre Hündin Keksi begleitete sie viele Jahre und wurde zu ihrer größten Inspiration. Die gemeinsamen Abenteuer in der Natur prägten ihren Blick für echte, berührende Momente. Heute führt sie ihre Arbeit mit all den Erinnerungen weiter, die Keksi ihr mit auf den Weg gegeben hat.